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Bremen, 17. Februar 2014 

PRESSEMITTEILUNG

Freigabe: sofort

Gewinner des Reef Check - Förderpreises für Riffschutz bekanntgegeben

Bremen / Düsseldorf 18.1.2014

Die Gewinner des Reef Check - Förderpreises für Riffschutz sind ausgewählt worden. Reef Check e.V. schrieb 2014 zum ersten Mal diesen Preis aus, mit dem Abschlussarbeiten ausgezeichnet werden, die zum Erhalt von Korallenriffen beitragen.

Die Preise werden am Samstag, den 18.1.2014 um 14:00 Uhr auf der Wassersportmesse "boot 2014" in Düsseldorf auf der Bühne am Tauchturm in Halle 3 übergeben.

Christian Jessen und Johannes Höhn werden für Ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet, die zum Erhalt von Korallenriffen beitragen.

Christian Jessen untersuchte in seiner Doktorarbeit den Effekt von Nährstoffen und Überfischung von Algenfressern auf Korallenriffe in Saudi Arabien und Ägypten.

Johannes Höhn beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit Korallen und Korallenhabitaten der Arabischen Halbinsel. Er führte hierzu taxonomische Untersuchungen an Korallenskeletten am Deutschen Meeresmuseum in Stralsund durch.

Christian Jessen ist 32 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Berlin. In seiner Arbeit hat er Auswirkungen der lokalen Stressfaktoren Überfischung und Nährstoffverschmutzung auf Korallenriffe im ägyptischen und saudiarabischen Roten Meer untersucht.

Titel der Arbeit: "Effects of Simulated Eutrophication and Overfishing on Coral Reef Invertebrates, Algae and Microbes in the Red Sea" (Auswirkungen von simulierter Eutrophierung und Überfischung auf Korallenriff Wirbellose, Algen und Mikroben im Roten Meer).

Die Arbeit wurde am Leibniz Zentrum für Marine Tropenökologie und in Kooperation mit der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Saudi Arabien durchgeführt.

Johannes Höhn ist 24 Jahre alt und studiert an der Universität Rostock. Seine Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Steinkorallen und Korallenhabitaten der Arabischen Halbinsel. Hierbei untersuchte er Sammlungsmaterial am Deutschen Meeresmuseum in Stralsund.

Titel der Arbeit: Steinkorallen (Scleractinia, Hexacorallia) und Korallenhabitate der Arabischen Halbinsel

Der Preis wird unterstützt durch: Sinai Divers und RSEC

Die Reef Check-Stiftung, die 1997 gegründet wurde, um den weltweiten Trend der Verschlechterung des Zustands der Korallenriffe aufzuhalten und umzukehren, ist eine gemeinnützige Organisation, die das weltweit umfangreichste Programm zur Beobachtung und Erhaltung der Korallenriffe unterhält. Vertreten in mehr als 80 Ländern, erhebt ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und freiwilligen Tauchern standardisierte Daten, die von regionalen Koordinatoren und in der Hauptgeschäftsstelle von Reef Check in den USA ausgewertet werden. Internationale Teams arbeiten zusammen mit Gemeinden, Regierungen und Unternehmen, um Korallenriffe wissenschaftlich zu beobachten, geschädigte Riffe zu rehabilitieren und weltweit intakte Riffe zu erhalten.

Zusammenfassung, Fotos und der vollständige Bericht erhältlich bei:

http://reefcheck.de/ueber-uns/361-reef-check-förderpreis-reef-check-germany-award-2014

 

Weitere Informationen:

Auf der boot: Moshira Hassan, Tel. +4917697673374

Georg Heiss, Reef Check e.V.

Tel. 030-69541157,  0173 9748617

Email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Web: www.reefcheck.de

https://www.facebook.com/reefcheck.de

 

 

Reef Check e.V. Deutschland hat die Koordination der Reef Check - Aktivitäten in Europa übernommen und arbeitet eng mit der internationalen Reef Check – Foundation zusammen.

 

Pressemitteilung Reef Check 1-2014 Förderpreis

Ökotourismus am Roten Meer
Weniger Taucher, mehr Riff
 
Von Linus Geschke
 
 
Fotostrecke: 10 Bilder
Lutz Hoffmann
Das Rote Meer hat unter Tauchern keinen guten Ruf. Zu voll ist es oft an den beliebten Spots, die Riffe leiden unter unvorsichtigen Sportlern. Doch es gibt auch Tauchbasen in Ägypten, die auf Umweltverträglichkeit achten. Der Lohn: mehr Fisch- als Tauchflossen vor der Maske.

SPIEGEL Online-Artikel
29.4.2010

Ökotourismus am Roten Meer

Weniger Taucher, mehr Riff
Von Linus Geschke

Das Rote Meer hat unter Tauchern keinen guten Ruf. Zu voll ist es oft an den beliebten Spots, die Riffe leiden unter unvorsichtigen Sportlern. Doch es gibt auch Tauchbasen in Ägypten, die auf Umweltverträglichkeit achten. Der Lohn: mehr Fisch- als Tauchflossen vor der Maske.

Zum Artikel auf SPIEGEL Online

Die Reef Check-Studie zur El Quadim-Bucht kann hier heruntergeladen werden.

Presseerklärung am 25. Juni 2008

Finger weg von Tropenfischen!

Im „Internationalen Jahr des Riffes 2008“ rufen Umweltschützer und Sporttaucher zum Verzicht auf tropische Fischspezialitäten auf. Die Organisation Reef Check e.V., der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. und das Greenpeace Magazin appellieren an Handel und Gastronomie, Fischarten aus dem Sortiment zu nehmen, die in Korallenriffen leben. Verbraucher und Restaurantbesucher sollten von entsprechenden Angeboten die Finger lassen.

Exotische Fische wie Red Snapper, Papageifische und Zackenbarsche (zu denen auch der Juwelenbarsch oder Erdbeerfisch zählt) sind in Deutschland zunehmend gefragt. Sie werden in Supermärkten, Fischläden und zahlreichen Restaurants angeboten. Spezialisierte Händler lassen die Ware meist als Frischfisch einfliegen. Der Kauf wird über Zwischenhändler vor allem in Südasien und am Persischen Golf abgewickelt. Eine Kontrolle der Fangmethoden ist in der Regel unmöglich.

Viele tropische Fischbestände sind durch eine übermäßige Nutzung bedroht. So berichtet die Organisation Reef Check von einem fortschreitenden Rückgang großer Zackenbarsche in Atlantik und Indopazifik. Zudem gefährden destruktive Fangmethoden die Korallenriffe. Vor allem in Südostasien töten Fischer ihre Beute mit Dynamit oder betäuben sie für den Lebendfischhandel mit Zyanid, wodurch ganze Riffe verwüstet werden.

Wissenschaftler warnen, dass die Überfischung das ökologische Gleichgewicht der Korallenriffe gefährdet. Viele der begehrten Arten stehen am oberen Ende der Nahrungskette und können nicht durch andere ersetzt werden. Die farbenfrohen Papageifische wiederum erfüllen eine wichtige Funktion, indem sie Algen von den Korallen abweiden. Werden ihre Bestände dezimiert, drohen die durch Meereserwärmung und Überdüngung ohnehin geschwächten Riffe zuzuwuchern.

Nachdem in Europas Meeren 80 Prozent der Bestände am Rande des Zusammenbruchs stehen, darf das Überfischungsproblem nicht auch noch durch immer mehr Importe exotischer Fische in andere Teile der Welt verlagert werden.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Georg Heiss, Reef Check e.V. (Tel. 0176-64144994), Jochen Schildt, Greenpeace Magazin (Tel. 0171-5411482) oder Dr. Ralph O. Schill, Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (Tel. 0172-7304726)

www.reefcheck.de | www.iyor2008.de | www.greenpeace-magazin.de | www.vdst.de


PS: Mehr Informationen zur Überfischung der Weltmeere finden Sie in einem
Themenschwerpunkt in der neuen Ausgabe des „Greenpeace Magazins“.

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